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10-jähriges Vereinsjubiläum der Radsportfreunde Aubing


By Piwi - Posted on 18 September 2015

Um eine Sache gleich im Vorfeld klarzustellen: RSF steht hier nicht für „Radsportfossile“, sondern natürlich für „Radsportfreunde“. Einige Fotos lassen vielleicht einen trügerischen anderen Schluss zu. Ehrlich gesagt könnte ich mich jetzt sehr kurz halten und sagen: Es war eine rundum gelungene Fahrt ins Wochenende. Punkt! Mehr gibt es nicht zu tröten. Aber so einfach möchte ich es mir, aber auch euch nicht machen.

Vor rund zehn Jahren wurde das Vereinsleben im Münchner Westen im kleinen gallischen Dorf namens Aubing um eine Attraktion mehr bereichert. Einige Wagemutige aus dieser abtrünnigen Provinz gründeten die „Radsportfreunde Aubing“, unter ihnen natürlich auch unser Präse und Organisator der herrlichen Radlwallfahrt ins Tiroler Land, Alexander Spieler. Wenn man bedenkt, dass der Langwieder Bach früher als mehr oder weniger einzigste Wasserquelle für diese Provinz diente, hat sich Aubing im Laufe der Jahrzehnte doch prächtig entwickelt.

Am Morgen des 12.09.2015 war es dann soweit. Um 07:30 Uhr trafen sich zunächst 12 der insgesamt 15 Jubilare vor dem Radlhaus Rauscher, um ins Nachbarland Österreich aufzubrechen. Das Wochenende stand wettertechnisch unter einem herrlichen Stern, allerdings war der um 07:30 Uhr noch recht frisch. Manni, wie immer mit einer innenliegenden Wärmedecke ausgestattet, hatte einen Hauch von nichts auf der Haut. Ulli hingegen, ebenfalls ein Gründungsmitglied der RSF, wollte vermutlich eine Expedition zum Polarkreis angehen. Der Isotherm-Anzug saß einfach perfekt. Größer hätten die Unterschiede im Peloton also nicht sein können. Mein persönliches Hauptaugenmerk lag auf den mitgeführten Rucksäcken. Ganz klar, hier war meinerseits durchaus Luft nach oben, nachdem ich bei der Gardasee-Sause offensichtlich den „Größten“ hatte :-) Aber dieses Mal lag ich definitiv im Mittelfeld und alles war gut. Glück gehabt.

Pünktlich ging es dann los. In Großhadern gesellte sich das 13te Mitglied dazu, Günter, unser Profi-Optiker, sparte sich ganz elegant ein paar Kilometer. Andererseits ließ Günter noch ungeahntes Potenzial aufblitzen. Dazu aber später mehr.

Die gesamte Fahrt war, wie schon lange nicht mehr, sehr unterhaltsam und lustig. Allerdings plagten uns schon sehr früh viele Defekte, so dass wir zunächst einmal nicht wirklich vorankamen. Oli Rauscher von der gleichnamigen Edelschraubermanufaktur in Aubing, war auch mit von der Partie und ständig gefordert. Böse Zungen behaupteten, dass ein normaler Samstag im Laden nicht annähernd so viel Arbeit bedeutet hätte. Aber er durfte auch an seinem Rad zweimal selbst Hand anlegen. Kurz zuvor noch in epischer Breite eine kleine Werbekampagne für die neuen Tubeless von Schwalbe im Grupetto gestartet, war uns allen nach diesem Wochenende klar: Alles, nur kein neuer Tubeless von Schwalbe. Bemerkenswert war auch die im Vorfeld minutiös geplante Streckenführung. Trotz penibler Streckenplanung war Reaktionsfreudigkeit beim Kurvenfahren angesagt. Man musste durchaus mal ne 90 Grad Kurve schmatzen. Warum auch nicht. Einfach kann ja jeder!

Nach fast sieben Stunden, gut 165km und knapp 1.800 Höhenmetern, erreichten wir sodann alle gesund unser Ziel. Das Hotel "Unterlechner" in Tirol, der 4-Sterne-Palazzo vom Präse, überzeugte schon in der ersten Minute durch familiären Charme. Bis auf den ewig langen Anstieg zum Gourmet-Tempel vielleicht. Den hätte man durchaus noch begradigen können. Das Hotel selbst..., eine sehr angenehme Wohlfühloase. Vor Ort komplettierte Kugelblitz-Günther noch die Jubel-Truppe mit Frau und Kind. Natürlich wurde vor dem Gala-Dinner noch die gesamte Ausstattung des Hotels auf Herz und Nieren geprüft - auch der Fön :-) Die Zimmeraufteilung war in wenigen Minuten erledigt und der feine Ausgehzwirn (Michi bevorzugte die neue zwanglose Herbstkollektion von Adidas) auf Hochglanz gestriegelt. Um 19:30 Uhr ging es dann zum 3-Gänge-Menü. Der Wein wurde großzügig aus Gießkannen ausgeschenkt und der Präse fasste all seinen ganzen Mut zusammen und stieß mit einem SCHNAPS an. Zu später Stunde wurde unserem Präse noch für die Organisation (leider ohne Schnaps) gehuldigt. Damit er irgendwann in seinem Leben nochmal erfährt, dass es neben der Speisemeisterei auch noch andere gute Italiener gibt, bekam er von uns einen Essensgutschein überreicht. Einen weiteren Gutschein gab es vom Radhaus Rauscher - lebenslange Tubeless von Schwalbe :-)

Nach kurzer Nachtruhe ging es dann am nächsten Morgen leider schon wieder zurück nach München. Wir kamen etwas verspätet los, da Familie Geiß offensichtlich noch voll in der Familienplanung steckte. Die Rückfahrt gestaltete sich um ein Vielfaches einfacher als die Hinfahrt. Michis Streckenführung war zum Teil allerbeste Werbung für einen regionalen Urlaubskatalog. Wir fuhren durch landschaftliche Hochebenen, die wirklich zum Träumen und Genießen einluden. Nur einer wurde von uns in der Nähe von Bayrischzell aus seinem warmen Traum gerissen: Optiker-Günter stellte für einen kurzen Augenblick allen unter Beweis, wem die Sprintkrone wahrlich gebührt. Eine nie zuvor gesehene infernalische Kraftexplosion in seinen austrainierten Beinen, katapultierte Günter in Millisekunden komplett in eine andere orbitale Laufbahn. Die Gravitationsgesetze mussten nach diesem Antritt neu definiert werden. Was war passiert? Ein frecher Hofköter sah schon von weitem die glattrasierten hübschen Beinchen von Günter. Und warum auf Trockenfutter warten, wenn das Gute doch so nah schien? Er wollte doch tatsächlich dem Günter sprichwörtlich an die Wäsche und scheuchte ihn gut 50m vor sich her. Zum Glück ist nichts passiert, aber er lieferte, wenn auch unfreiwillig, durch das Intermezzo den Lacher schlechthin. Das war ganz großes Kino, Günter! Weiter so!

Nachdem die gesamte Rückfahrt etwas entspannter und vor allem mit nur einem Defekt zügiger vonstatten ging, kamen wir nach knapp sechs Stunden, 157km und etwas über 1.100 Höhenmetern wieder in Gallien an. Insgesamt gesehen ein vollkommen gelungenes und harmonisches Wochenende. Besonders hervorzuheben ist unser ältester Veteran im Peloton. Jace hat mit 68 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass man in zwei Tagen 330km und knapp 3.000 Höhenmeter bewältigen kann. Respekt dafür! Was kann man unterm Strich für ein Fazit ziehen?

  • Da Präse hat neben Fahrrädern und Uhren tatsächlich auch in Sachen Hotelauswahl Geschmack bewiesen,
  • Schwalbe Tubeless sind wunderbar, wenn man sie nicht selbst benutzt,
  • Kompaktkurbeln sind doch nicht so schwul,
  • Wir freuen uns schon wieder auf das nächste Jubiläum..., ihr alten Brezn-Salzer :-)

In diesem Sinne..., sportlich und gesund bleiben, Kette rechts...,

Euer Piwi

 

PS: Weitere Bilder gibt es in der Galerie zu sehen.

Respekt Respekt
Wieder Mal ein genialer Bericht Piva ( Name setzt sich seit diesem Wochenende aus Piwi und Diva zusammen). Dem ist nichts hinzuzufügen. Ein geniales Wochenende in einer super Gesellschaft. Bin Stolz auf Euch und mich. Wir sollten das in unseren Jährliche Kalender aufnehmen... eine Wochenendtour pro Jahr.... Lago, Tirol, Comersee, etc...

Kette links Ihr Bratwürscht...

bis boid Michi

Absolut Deiner Meinung! So eine Tour gerne wieder..., auch ohne Jubiläum. Alexandra :-)

Sauber geschrieben, Piwi - äh Piva!

Nur eine Sache hast du vergessen...die "Minibar" und das Andenken für Daheimgebliebene. ;-)

 

Es war eine richtig schöne Tour. Wir sollten es wirklich in unser Jahresprogramm aufnehmen!

*Lach*! Ich bin ja froh, dass der Mane erst nach der Nachtruhe den Freudenspender gesehen hat :-)

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