Sie sind hierCiao Ragazzi...

Ciao Ragazzi...


By Piwi - Posted on 28 April 2017

… oder waren es doch eher die Freunde der leichten Unterhaltung? Nein, natürlich nicht! Die Woche vom 20.04. bis 27.04.2017 in Milano Marittima stand ganz unter dem Motto: „Wie schmiede ich Luftpumpen zu High End Titanen auf dem Zweirad!“ Natürlich wurde bei all dem sportlichen Anspruch die duale Trainingsphilosophie von Mentalcoach Michi Rötzinger nicht vernachlässigt, denn keiner hat diese Philosophie über Jahre hinweg so veredelt wie unser Michi. Leider konnte er aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen.

Unser italienisches Gruppetto bestand aus sieben Hauptakteuren (Günter, Franz, Thomas sprechend und Thomas eher weniger sprechend, Mane, Pablo und Piwi) sowie eine stetig steigende Tourguidegruppe. Unser eigentlicher Tourguide, Lebemann „Rob“, wurde im Verlauf der Tage von anderen Weggefährten unterstützt, da er offensichtlich die grandiose Fitness der Münchner Hobbypedaleure gnadenlos unterschätzte. Bevor es aber mit Rob so richtig losging, haben wir am ersten Tag gleich mal die Traglast eines italienischen Fahrstuhls auf Herz und Nieren getestet, mit dem Ergebnis, dass wir natürlich steckengeblieben sind. Aber Günter, in unfassbarer körperlicher Verfassung, drückte die Fahrstuhltür aus Pappmasché einfach auf und wir entkamen dieser Hölle. Zum Glück hatte jeder von uns seinen Schließmuskel zu dieser Zeit unter Kontrolle.

Der erste Tag, wie auch die weiteren Tourtage mit Rob, wurden mit einem netten „Come stai“ begonnen, allerdings konnte ich am fünften Tag nur noch mit einem „Arscherl rotto“ antworten. Rob war stets bester Laune, wobei man ihn mit zunehmender Dauer der Radltage mehr hinten als vorne im Gruppetto suchen musste. Aber gut, er trat relativ schwere Gänge und 50km vorne sind bei der täglichen Windkante, vor allem in der Nähe des Meeres, auch kein Zuckerschlecken gewesen. Aber für solche verzwickten Lagen hatten wir ja noch den Mane sowie den sprechenden Thomas. Mane, unser Schweizer Uhrwerk, wurde danach auch als „Locomotiva“ von Rob geadelt. Ich hingegen bin wie so oft taktisch gefahren:) Unsere RSF-Recken wissen ja, was ich damit meine.

Nachdem Rob von unserer zerstörischen Substanz auf dem Zweirad überzeugt war, musste er seine Squadra Azzurra verstärken. Neben Rob fuhren dann noch Massimo und Vincenzo mit, ebenfalls zwei sehr angenehme Zeitgenossen, die hin und wieder mal die Fitness Einzelner von uns testen wollten. Aber jeder Angriff wurde bereits im Keim erstickt. Die Streckenauswahl über die gesamte Woche war „Weltklasse“ (Platz 2. der am meisten verwendeten Worte). Es waren in der Tat Genusstouren dabei. Wir konnten uns an malerischen Ortschaften ganz genüsslich ein paar Cappus ins Gesicht schütten und der Anstieg nach San Marino wurde mit einer spektakulären Aussicht belohnt. Die weibliche Begleitung miteingeschlossen. Die Krönung war aber die Weinprobe am vorletzten Tag. Umrahmt von einer lockeren Trainingseinheit, haben wir ein schön gelegenes Weingut besucht. Und die Rechnung ging natürlich voll auf – für den Winzer. Neben einer ausgedehnten Degustation und superleckeren Antipasti, hat uns der Winzer dann noch um einige hundert Euro erleichtert. Eine kurze Inaugenscheinnahme des Betriebes war selbstredend und im Preis inbegriffen. An dieser Stelle noch einen ganz herzlichen Gruß an „Elaria“, die kleine Weinelfe. Danach ging es dann wieder in Richtung Hotel zurück. Insgesamt kamen wir auf rund 550km. Höhenmeter hab ich nicht auf dem Schirm. Es waren aber ein paar geschmeidige Anstiege dabei.

Vielleicht noch kurz ein paar Worte zum Hotel: Das Preis-/Leistungsverhältnis war hier vollkommen gerechtfertigt. Das Abendessen war sehr gut, vor allem die Vorspeisen, und Mane hat seinen Hauptgang oft mit den Worten „Passt scho“ (Platz 1. der am meisten verwendeten Worte) quittiert. Das lag in erster Linie daran, dass unser Franz manchmal nicht mehr wusste, was er am Vortag auf der Menükarte angekreuzt hatte. Tja… und der Mane war dann irgendwie immer derjenige, der dann das bekam, was er eigentlich nicht essen wollte bzw. bestellte. Überhaupt waren die Abende sehr lustig. Mane, sehr verschlossen in seiner Art und kaum mitteilungsbedürftig, erklärte uns die Arbeit seines Abfallwirtschaftsbetriebes und konnte zudem mit praxisnahen Erste-Hilfe-Tipps überzeugen. Sollten wir jemals durch einen Unfall in eine behandlungsbedürftige Lage hineinfedern, dann bitte folgende goldene Regel beherzigen: „5x5 ist 25 und meine Zehe kann ich auch bewegen!“ Wer beide Aktionen ohne große Überlegung ausführen kann, kommt zu dem Schluss „passt scho“. Außer beim Franz, da ist es „eh scho wurscht“. Apropos Franz, glücklicherweise gab es zum DFB-Pokalspiel „Bayern gegen Doofmund“ keine bewegenden Bilder. Franz hätte vermutlich die letzte Eskalationsstufe gezündet und das komplette Hotel mit einer Abrissbirne geebnet. So wurden wir hingegen nur darüber aufgeklärt, dass vor allem Rafinha und Alaba absolute Vollpfosten sind und der Robben komplett unfähig ist, dass leere Tor zu treffen.

Kurzum: Die Woche im Gourmettempel „Hotel Ambra“ war supercool, wir hatten viel Spaß miteinander, der Chef des Hotels war seeehr sympathisch und Helga, der Ruhrpott-Import aus Deutschland, hat uns noch vor dem Leeren des Glases immer wieder aufs Neue klargemacht, dass wir doch noch Zahlen müssen. Wir kommen wieder…, keine Frage!

Euer Piwi (oder wie Rob es ausgedrückt hat Peeeeweeee)

 

P.S. Und sollte ich jetzt in der Hektik einige Anekdoten vergessen haben, ihr könnt gern die „Kommentarbox“ bedienen :-)

 

 

Wer ist online

Zurzeit sind 0 Benutzer und 0 Gäste online.

Termine

Neueste Kommentare